Wie ich zum Landei wurde

Ich wurde nicht als Landei geboren. Meine Eltern leben in einer schönen Kleinstadt, ich habe nach der Schule studiert und einen „ordentlichen“ Job gehabt. Aber mein Herz gehört von klein auf der Natur und den Tieren.

Vor einiger Zeit hat sich die Gelegenheit ergeben, aus meinem alten Leben auszusteigen. Nein, ein klassischer Aussteiger bin ich sicher nicht – zumindest nicht das, was ich mir unter einem Aussteiger vorstelle 😉 Aber ich bin komplett aus meinem alten Beruf ausgestiegen und auch aus meinem alten Leben. Habe einen Bauernhof am anderen Ende von Deutschland gekauft, bin von der Kleinstadt in ein richtig kleines Dorf gezogen und verdiene seitdem mein Geld mit der Bewirtschaftung des Hofes.

Der Job ist oft hart, die Arbeitstage wesentlich länger als man das als klassischer Angestellter kennt. Freitzeit ist Luxus und so etwas wie einen freien Tag gibt es nicht. Und dennoch bin ich soviel zufriedener mit meinem Leben, als ich es in meinem alten Leben war. Die Arbeit im Zusammenspiel mit der Natur, das Leben mit den Tages- und Jahreszeiten und mit dem Rythmus des Lebens – das alles macht mich zu einem zufriedenen und glücklichen Landei.

 

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7 Antworten zu Wie ich zum Landei wurde

  1. giftigeblonde schreibt:

    Bewundernswert!
    So ein Ausstieg aus dem „alten“ Leben in ein völlig Neues, erfordert viel Mut.
    Ich freue mich auf weitere Berichte
    Liebe Grüße Sina

  2. daslandei schreibt:

    Ja, Mut hat es gebraucht. Das waren einige schlaflose Nächte und ein paar Flaschen Rotwein 😉 Aber ich bin froh, dass ich den Mut damals aufgebracht habe, denn das war eine der besten Entscheidungen die ich je getroffen habe! 🙂

  3. giftigeblonde schreibt:

    ein paar Glaschen Rotwein klingt mir sehr sympathisch 🙂

  4. Corinna schreibt:

    Ich kann das total verstehen; habe mich als Landei immer wohl gefühlt und ein bisschen Angst gehabt, Stadtei zu werden. Aber richtige Landeier können beides. 😉

    • daslandei schreibt:

      Puh – ich bin ja so ne Kleinstadtpflanze. Ich liebe es die Verwandtschaft in der großen Stadt zu besuchen, aber da leben? Kann ich mir im Moment nur schwerlich vorstellen. Im Moment weiß ich auch nicht, ob ich jemals wieder „zivilusierter“ wohnen können würde (was ein Satz! ) als hier im Nichts…

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