Was mich nachdenklich macht

Ich denke über dieses Thema schon länger immer wieder mal nach. Da es mir in den letzten Wochen aber öfter „aktiv“ begegnet ist, hat es mich in den letzten Tagen mehr beschäftigt.

Immer wieder höre oder lese ich von Menschen, die ich kenne oder auch nicht, wie sie sich abfällig über ihren Partner äußern. Das macht mich traurig. Es ist nicht immer alles Sonnenschein und Friede, Freude, Eierkuchen. Natürlich nicht. Aber muss ich mich dann nach aussen hin wirklich respektlos über meinen Partner oder besser noch „die Männer“ im Allgemeinen äußern? Alle über einen Kamm, in einen Sack und druff, man trifft immer den richtigen?

Ok, ich bin kein Mensch, der mit der bestenFreundin (und schon gar nicht mit nicht der besten Freundin) alles bis ins kleinste Detail durchkaut. Nicht in guten und nicht in schlechten Zeiten. Klar gibt es eine Freundin, mit der spricht man mal drüber „wie es gerade so läuft“. Da spricht man natürlich auch mal über die nicht so guten Zeiten. Eher so analysierend oder im Nachhinein. Aber ich käme nie auf die Idee meinen Partner irgendjemandem gegenüber bloßzustellen. Zu sagen: „Männer 🙄 – braucht man einfach nicht“. Oder „typisch Mann“. Ich finde das abwertend und verachtend – und sehr befremdlich, spreche ich doch über einen Menschen, mit dem ich mein Leben teile. Für mich ist gerade in einer Partnerschaft „Respekt“ der allerwichtigste Punkt. Und warum sollte ich mein Leben mit jemandem teilen, der mir offenbar so zuwider ist, dass ich mich (u. U. sogar öffentlich) so respektlos über ihn äußere?

Ich verstehe es nicht und ich will es ehrlich gesagt auch nicht verstehen – aber ich würde mir wünschen, dass der ein oder andere mal mehr darüber nachdenkt, wie er über seinen Partner spricht.

 

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12 Antworten zu Was mich nachdenklich macht

  1. Charly Schwarzer schreibt:

    Wäre wünschenswert, stimmt!

  2. meinesichtderwelt schreibt:

    Stimme dir voll und ganz zu. Es muss einen Grund geben, warum man einen Menschen zum Partner gewählt hat – man macht sich selbst unglaubwürdig, wenn man über diesen ausgewählten Menschen abfällig spricht. Finde ich! Ganz liebe Grüße

  3. claudiadahinden schreibt:

    Wie recht Du hast – es käme mir nie in den Sinn, meinen Mann vor anderen herunterzumachen, und das gilt (glaube ich 🙂 ) auch umgekehrt. Woher das wohl kommt – Gedankenlosigkeit, Frust, Hilflosigkeit? Bin gerade dankbar, dass es in meinem Umfeld anders ist…

  4. handvolldackel schreibt:

    Nicht umsonst verspricht man sich gegenseitig, sich zu lieben und zu ehren 🙂
    Zeit für ein bisschen Aretha Franklin? http://www.youtube.com/watch?v=6FOUqQt3Kg0

  5. psychoberta schreibt:

    Mhm. Ich kenne da auch ein Beispiel: Eine Frau, die mir erklärte, wie man Männer manipuliert (und sie meinte dabei auch ihren eigenen). Ich habe folgende Theorie: Es herrscht immer noch die Meinung, dass man einen Partner haben MUSS. Jeder, der keinen hat, ist irgendwie ein Loser. Und ich denke, viele sind lieber unglücklich in einer Beziehung als allein, glücklich oder unglücklich. Ich stimme aber zu, dass es weit verbreitet ist, viele sich nichts dabei denken und manche womöglich noch nicht mal tatsächlich unglücklich sind mit ihrem Partner.

    • daslandei schreibt:

      Wie furchtbar – mit welcher Intention sollte ich denn meinen Partner manipulieren wollen?

      Hm – ich persönlich glaube schon, dass der Mensch an sich eigentlich nicht dazu geschaffen ist, auf Dauer alleine zu sein. Aber deshalb auf biegen und brechen „irgendeine“ Beziehung „irgendwie“ führen – nein, ganz sicher nicht.

      Ja – viele denken sich nichts dabei – und das finde ich schlimm. Denn ich habe das Gefühl, dass das „gedankenlos etwas dahinsagen oder -schreiben“ zunimmt. Nicht, dass das jedem mal passiert – aber irgendwie breitet sich das aus, habe ich das Gefühl.

      • psychoberta schreibt:

        Es ging einfach darum, wie man einen Mann dazu kriegt, das zu tun was man selbst möchte. Ihm alles als seine eigene Idee verkaufen usw. Aber die Dame sprach auch in einer etwas herablassenden Art.
        Dieses vermehrte gedankenlose Sagen/Schreiben hängt mit der Anonymität zu sagen, glaube ich. Hier auf dem Land beiße ich mir häufig auf die Lippen, weil die Dinge, die ich hier sage, ganz andere Kreise ziehen. In der Stadt sind die Konsequenzen mitunter geringer, weil eben nicht jeder jeden kennt. Und im Netz ist es ja nochmal was ganz anderes.
        Aber ich finde den Gedanken, dass man nicht über irgendjemanden redet, sondern über seinen Lebensgefährten, eigentlich entscheidend. Wahrscheinlich sind das auch häufig Paare, die schon lange zusammen sind und den anderen gar nicht mehr zu schätzen wissen. Nicht mehr wissen, wie es ohne den anderen wäre. Alles traurig. Da kann man nur hoffen, dass man selbst nicht irgendwann mal dazu gehört (ohne es zu merken)…

  6. handvolldackel schreibt:

    Wie man Männer dazu bekommt, das zu tun, was man will: Man sagt ihnen, was man will 🙂
    Das ist komischerweise wesentlich weniger weit verbreitet, als die Ansicht, dass man Männer (oder Frauen) manipulieren, zurecht biegen oder erziehen müsse. Was natürlich kompletter Unsinn ist, denn wenn es so viele Dinge gibt, die man am Partner ändern muss, sollte man sich vielleicht besser nach einem anderen umsehen. Oder allein leben, das ist nicht das Schlimmste, was einem passieren kann.

  7. Marie schreibt:

    ich rede grundsätzlich über niemanden.

  8. Marie schreibt:

    ausserdem muss man nicht unbedingt mit jemanden verheiratet sein nur um nicht allein zu sein, das finde ich fatal.

  9. Talianna schreibt:

    Ich habe – als abhängig Beschäftigte – schon oft die Erfahrung gemacht, dass über Partner abfällig Reden oder sich über deren Eigenschaften Aufregen auch ganz gern auf der Arbeit passiert. Das fand ich immer recht unangenehm – weil ich nicht wusste, was ich sagen sollte. Ich fühlte mich nicht eng genug mit den Leuten, um Beziehungsberatung zu machen, und sowas anders als „als Hilferuf“ zu interpretieren, liegt mir irgendwie fern.

    Irgendwie schade – natürlich rede ich als offener Mensch gelegentlich über meine Beziehung. Aber in der Regel, wenn es dran geht, Fehler in meinen Augen anzuprangern, erzähle ich doch viel lieber über meine – weil ich bin da, ich kann mich verteidigen. Mein Mann nicht.

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