Unverbindlichkeit und Unzuverlässigkeit

Hm – diese beiden Worte beschäftigen mich dieser Tage besonders.

Gelten Absprachen heute weniger als vor 20 Jahren? Ist es in Ordnung, „einfach so“ wieder zu gehen, man ist ja nur zu Gast? Und wenn ich weiß, dass ich meinem Gastgeber damit erhebliche organisatorische und arbeitstechnische Probleme bereite? Gibt es das stolze Gefühl, wenn man Verantwortung übertragen bekommt nicht mehr? Ist Rosinen picken legitim? Mal Arschbacken zusammenkneifen „out“?

Erwarte ich zu viel? Verlange ich zu viel? Gelingt es mir nicht, auf meinen Gast aufzupassen, in dem Sinne, dass ich nicht mein Arbeitspensum als Massstab nehmen kann? Verlasse ich mich zu sehr darauf, dass Verlässlichkeit und Verbindlichkeit Werte sind, die auch heute noch zählen?

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Gedanken, Hilfe, Helfer!, Landleben abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Unverbindlichkeit und Unzuverlässigkeit

  1. handvolldackel schreibt:

    Hoppla, was ist denn passiert? Ist ein Helfer auf und davon, als er festegestellt hat, dass harte Arbeit im Ernst harte Arbeit ist?
    Generell würde ich sagen, dass die Gesellschaft-an-sich auf eine egozentrische „Nach mir die Sintflut“-Gesellschaft zudriftet. Jeder ist der Allerwichtigste und Allergrößte und alle müssen darauf Rücksicht nehmen, aber der Allerwichtigste nimmt keine Rücksicht mehr. MIt dem Ellenbogen voran.

  2. giftigeblonde schreibt:

    Ich denke auch dass du von Helfern redest?
    Und ich denke dass die Menschen von falschen Voraussetzungen ausgehen.
    Wer davor nie auf einem Hof gearbeitet hat oder sich damit beschäftig hat, der hat keine Ahnung wieviel Arbeit daran hängt.

  3. frauhilde schreibt:

    Ich hab jetzt erst gedacht, es geht um Gäste. Oder doch um Helfer?
    Wie auch immer.
    Ich glaub schon, dass die Gesellschaft unverbindlicher und „ruppiger“ geworden ist. Nur ein kleines Beispiel (dazu noch kein so gscheites) zum Thema Unverbindlichkeit: Wenn man sich früher verabredet hatte, dann hatte man pünktlich zu sein, weil der/ die andere Person sonst warten musste. Heute reicht eine SMS oder eine Whatsapp-Nachricht: „Komme später.“
    Irgendwie fällt mir das immer zum Thema Unverbindlichkeit ein.
    Und ansonsten stimme ich Cora voll zu.

    • daslandei schreibt:

      In dem Fall war es ein Gast und Helfer, der auch schonmal hier war – und die Helfer sind eigentlich auch immer Gast bei mir… falls ihr versteht was ich meine 😉 vielleicht ist das der Fehler.

      Wir hatten es tatsächlich schon mal, dass jemand gegangen ist ohne etwas zu sagen – nachdem wir eine Woche lang wirklich gute Stimmung hier hatten.

    • handvolldackel schreibt:

      Ich hasse das, wenn ich mich mit jemandem verabrede und dann pünktlich eine SMS bekomme „Komme später, treffen wir uns doch lieber hier (Ort, der weit weg und blöd zu erreichen ist).“
      Ansonsten habe ich ja genauso gern Recht wie jeder andere, aber in dem Fall wär’s mir ganz recht gewesen, wenn nicht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s