Das Treffen der Giganten

Ich hatte Urlaub! Sprich, ich war ein paar Tage in zu Hause bei meinen Eltern und habe mich ein bisschen verwöhnen lassen – das war dann mein Jahresurlaub 😉

Nun hatten die Frau Hilde und ich schon vor einiger Zeit festgestellt, dass Hildehausen gar nicht so weit weg von zu Hause ist – eigentlich eine super Voraussetzung, mal einen Kaffee zusammen zu trinken. Aber halt – an der Sache war ja ein Haken – die Anonymität… So whatsappten die Frau Hilde und meinereiner ein wenig hin und her und überlegten, ob das denn nu eine gute Idee ist, eben wegen der Anonymität und wie und wo und überhaupt. Schlussendlich haben wir beschlossen, dass wir gegenseitig genug in der Hand ein gutes Bauchgefühl haben und ein Treffen wagen können. Uhhhhhhh, das war ganz schön aufregend – so ein bisschen wie beim ersten Date 😉 Ich hatte ja noch nie jemanden aus „dem Internet“ getroffen…

Aber zum Glück ging es der Frau Hilde auch nicht anders – wir verabredeten Zeit und Ort und klärten sogar ab, wie wir die Sache handhaben würden, wenn wir uns total doofig (das Wort gehört der Frau Hilde, ich hab’s mir nur ausgeliehen ;)) fänden (nämlich, dass es für die Länge eines profanen Kaffees wohl auf jeden Fall reichen sollte, falls nicht, würden wir in Würde einen Espresso trinken und uns schnell wieder verabschieden :D). An was man alles denken muss bei so einem Internetanonymitätsblinddate…

Auf die Frage der Frau Hilde, wie wir uns denn wohl erkennen würden, gab es eigentlich nur eine Antwort. Ich suche nach einer nervösen Lehrerin und sie sucht nach einem nervösen Landei – dann finden wir uns schon. Guter Vorschlag, oder?

Der Herr des Hauses äußerte übrigens noch kurze Zweifel, ob die Frau Hilde denn wohl auch tatsächlich eine FRAU Hilde und nicht etwa ein lustmolchiger HERR Hilde sei – aber noch öffentlicher hätte unser Treffpunkt kaum sein können und Nagellack würde ein Herr Hilde wohl auch nicht tragen.

Am Treffpunkt angekommen wusste ich ja nun genau, nach was ich suchen musste – eine nervöse Lehrerin mit bunten Fingernägeln. Eigentlich ganz einfach – wenn in Hildehausen nicht gerade Schulende gewesen wären und da gefühlte 300 Frau Hildes rumgelaufen wären… ich habe in den paar Minuten Suchzeit wohl jedem weiblichen Passanten auf die Finger geschaut *g*.

Aber wir haben uns gefunden, keiner hat Espresso bestellt und wir haben 2 ½ schöne und unterhaltsame Stunden im Cafè verbracht – Fazit: die Frau Hilde ist auch in echt so nett, wie sie im Blog rüber kommt 😉

Ich musste dann leider wieder los (wenn ich mal in zu Hause bin, möchten mich immer ganz viele Leute sehen) und hinterher sind mir noch ganz viele Dinge eingefallen, die ich der Frau Hilde eigentlich noch erzählt haben wollte. Und ein Foto von Rüdiger wollte ich ihr auch noch zeigen. Und… Aber das machen wir dann bei meinem nächsten Jahresurlaub in zu Hause 🙂

Liebe Frau Hilde, es war mir ein großes Vergnügen, Dich persönlich kennenzulernen!

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8 Antworten zu Das Treffen der Giganten

  1. frauhilde schreibt:

    Das kann ich nur zurückgeben, liebes Landei!
    Schön war das. 🙂

  2. datmomolein schreibt:

    hach schön, wie das internet so manchmal ist … damals als es blogs (noch) nicht gab, sogar noch bevor die online tagebücher/online journal hiessen, und im dieses ganze netzeugs totale anarchie und nur ganz schlimme böse typen da rumlungern, und eben die komischen nerds, habe ich wirklich gute freund gefunden, die sich nach einem ersten beschnuppern als ganz normal herausstellten und immer noch ganz arg nette – jetzt – reale freunde sind… verrückt das!

  3. handvolldackel schreibt:

    Hach, ich kann mich auch noch an die alte Zeit im Internet erinnern, da gab’s noch nicht mal Trolle im Netz 😉
    Das klingt doch, als hättet ihr wirklich Spaß gehabt, das freut mich.

    • daslandei schreibt:

      Ich kann mich sogar an Zeiten ohne Internet und ohne Handy erinnern! 😉

      Ja, den hatten wir! Und eine Chaotin durfte ich auch gleich kennenlernen. Ich hab die ganze Zeit nur gedacht: „wenn die wüsste, was ich weiß“ 😀
      Und die Frau Hilde hat mich doch tatsächlich als „das ist die Frau *NachnamevomLandei“ vorgestellt. Hups, da bin ich erschrocken – per Sie wurde ich bis jetzt nur beruflich vorgestellt 8)

      • frauhilde schreibt:

        Ich hab kurz gedacht, weia, was sag ich denn jetzt? Aber da sie eine Schülerin und also per Sie mit mir ist, konnte ich ja schlecht sagen, also, das ist die Schaggeline. 😉

        Und ja, es gab da so Zeiten mit ohne Internet und Handy. Wo man pünktlich zu Verabredungen kommen musste und sich Briefe geschrieben hat und so was alles (Briefe bekomme ich heute noch gern in analoger Form! 😉 ).

  4. handvolldackel schreibt:

    Oh, an diese Zeit erinnere ich mich auch noch! Als man tatsächlich pünktlich irgendwo auftauchen musste, um dann dort auf den Anderen zu warten 😉

  5. UɐɹɟʇɐʞıuU². schreibt:

    Da bekommt „Auf die Finger gucken“ ja mal einen ganz neuen Ansatz! Und ich habe einen neuen interessanten Blog aufgetan. Vielen Dank!

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